Der Jugendmedienschutz

Max wundert sich: "Jugendmedienschutz? Wozu soll der denn gut sein?"
Max antwortet: "Er schützt dich vor gefährlichen Medieninhalten."

Der Jugendmedienschutz schützt dich vor Medieninhalten, die deiner persönlichen Entwicklung schaden können.

Gibt es dafür auch ein Gesetz?

Ja, zum einen gibt es das Jugendschutzgesetz, das dem Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit dient. In diesem Gesetz wird z.B. festgehalten, dass Filme und Computerspiele eine Alterskennzeichnung aufweisen müssen. Und seit 2002 gibt es einen eigenen Vertrag für den Jugendmedienschutz: den  „Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien“.

Dieser Vertrag wurde von allen 16 Bundesländern unterschrieben. Er legt fest, was und wann im Rundfunk und in den Telemedien (nahezu alle Angebote des Internets, z.B. Shops, Suchmaschinen, Chats, Blogs usw.) gesendet werden darf.

§1 Zweck des Staatsvertrages

ist der einheitliche Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, die deren Entwicklung oder Erziehung beeinträchtigen oder gefährden, sowie der Schutz vor solchen Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, die die Menschenwürde oder sonstige durch das Strafgesetzbuch geschützte Rechtsgüter verletzen.

Hier gelangst du zum 

 

Jugendschutzgesetz vom 23.07.2002

 

Hier gelangst du zum 

 

Jugenmedienschutz-Vertrag vom 10./27. September 2002

Und wer kontrolliert das?

Die Landesmedienanstalten sind zuständig für die Kontrolle der Einhaltung von medienrechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch die Einhaltung des Jugendmedienschutzes in den Telemedien. d.h. im Fernsehen oder auch im Radio und dem Internet. Jedes Bundesland hat eine Medienanstalt. Ein paar haben sich zusammengeschlossen, z.B. die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein. Deshalb gibt es in Deutschland 14 Landesmedienanstalten. 

Logo der kjm

Die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) prüft,   ob Verstöße gegen den Staatsvertrag vorliegen und entscheidet über Maßnahmen gegen die Anbieter. Diese Maßnahmen werden dann von den Landesmedienanstalten umgesetzt.

Weitere Aufgaben der KJM:

  • Festlegung von Sendezeiten
  • Anerkennung von Jugendschutzprogrammen
  • Prüfung von Verschlüsselungstechniken

 Willst du mehr über die KJM erfahren? Hier geht's zu den Seiten der KJM.

 

Logo der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende MedienNeben der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten gibt es die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Die Bundesprüfstelle (BPjM) sucht und sammelt Inhalte in Medien, die gefährlich für dich sind und listet diese in einem Verzeichnis (Index) auf. 

Medieninhalte, die auf dieser Liste stehen, dürfen nicht auf einer allgemein zugänglichen Webseite veröffentlicht werden. Wenn die Prüfstelle ein Medium als gefährlich einstuft, heißt das aber nicht, dass es automatisch verboten wird.

Neugierig geworden? Hier geht's zu den Seiten der BPjM.