Max freut sich: "Den Text aus dem Internet kopieren und fertig ist mein Aufsatz!"

Max und Silke müssen für die Schule einen Aufsatz schreiben. Beide haben wenig Zeit und der Abgabetermin steht vor der Tür. Zum Glück gibt es ja das Internet! Max kopiert schnell einen Artikel, den er gefunden hat und gibt ihn am nächsten Morgen bei seinem Lehrer ab. Silke findet denselben Artikel. Einfach abschreiben möchte sie nicht, deshalb schreibt sie den Text ein bisschen um.

Eine Woche später bekommen Silke und Max ihre Arbeiten mit der Note 5 zurück. Der Lehrer hat gemerkt, dass die Texte aus dem Internet stammen. Er wirft beiden vor, ein Plagiat begangen zu haben, da sie nicht angegeben haben, woher ihr Text und ihre Ideen stammen.

Silke findet das unfair. Schließlich hat sie nicht wie Max abgeschrieben, sondern alles in ihren eigenen Worten umgeschrieben. Das ist doch kein echtes Plagiat, oder?

Silke irrt sich in diesem Fall. Plagiieren ist nicht nur abschreiben oder kopieren. Auch wer einzelne Teile eines Textes umformuliert, muss angeben, woher die Information oder die Idee stammt.

Und wie kann man so ein Plagiat vermeiden?

Der Lehrer sagt: "Mit einem Zitat kannst Du auch Texte von anderen für Deinen Aufsatz nutzen!"

Achte bei deinen Aufsätzen darauf, dass du immer die Quellen angibst, aus denen deine Texte stammen. Falls du Textabschnitte in deine Arbeit übernehmen willst, hast du die Möglichkeit, diese zu zitieren. Man spricht dann von einem Zitat.

Dabei musst du die Quelle angeben und den Abschnitt durch Anführungszeichen deutlich kennzeichnen. Du solltest auf jeden Fall den Namen des Autors, den Titel des Werkes und das Erscheinungsdatum nennen. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

„Plagiieren ist nicht nur abschreiben oder kopieren!“ (netzdurchblick.de 2011, Plagiate und Zitate)

ODER

Plagiate entstehen nicht nur durch abschreiben oder kopieren (vgl. netzdurchblick.de 2011, Plagiate und Zitate).