Machst du Musik? Hast du schon mindestens fünf eigene Songs veröffentlicht? Dann kannst auch du Mitglied der GEMA werden. Warum das unter Umständen eine gute Idee sein könnte, wollen wir dir an einem Beispiel erklären:

Stell dir vor, deine Band hat eine CD mit selbst geschriebenen und komponierten Liedern herausgebracht. Natürlich hofft ihr, dass die CD oft verkauft wird, ihr also Geld damit verdient. Einige Tage, Wochen, Monate läuft das Geschäft sehr gut - doch auf einmal lässt das Interesse an eurem Album nach. Ein Blick in YouTube kann der Sache auf den Grund gehen: Fans von euch, die die CD besitzen, haben eure Lieder öffentlich dort hochgeladen. Nun kann jeder Songs hören - und das völlig kostenlos! Die YouTube-Nutzer freuen sich, aber du und deine Band? Ihr habt das Nachsehen.

Bist du nun ein Mitglied der GEMA, kämpft sie dafür, dass du Geld bekommst, wenn irgendwo öffentlich Lieder, die du getextet oder komponiert hast, gespielt werden. "Öffentlich" bedeutet, dass jeder Zugang hat und zuhören kann - also sowohl, wenn eure CD in einem Club oder im Radio gespielt wird, als auch im Internet bei YouTube.

Um Mitglied zu werden, musst du eine Aufnahmegebühr und jährlich einen Mitgliedsbeitrag bezahlen. Wenn dann deine Songs öffentlich präsentiert werden, sammelt die GEMA die Gebühren für dich ein und gibt sie an dich weiter. Du solltest aber zuvor genau überlegen und mit deinen Eltern besprechen, ob die Mitgliedsgebühr tatsächlich niedriger sein wird als die Summe, die du im Gegenzug durch die GEMA bekommst! Für weitere Fragen und zur Klärung von Einzelheiten steht dir außerdem sicherlich ein GEMA-Experte zur Seite.

 

Nein. Deine eigenen Lieder sind automatisch durch das Urheberrechtsgesetz geschützt, und keiner darf sie ohne deine Erlaubnis spielen. Ohne die GEMA müsstest du aber selber kontrollieren, wer deine Werke wo, wann und wie oft öffentlich verwendet, und das Geld dann einfordern. Dass kann wirklich kein Mensch! Dass die GEMA diese Aufgabe übernimmt, ist aber nicht nur praktisch für die Künstler, sondern auch für diejenigen, die die Werke benutzen wollen. So müssen sie nicht jeden Urheber einzeln ausfindig machen und mit ihm verhandeln.