Der Jugendmedienschutz im Internet

ParagraphenzeichenIm § 4 des Staatsvertrags sind alle Inhalte festgehalten, die im Internet und in anderen Medien nicht veröffentlicht werden dürfen.
Dazu gehören:

  • Verwendung von Kennzeichen oder Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen
  • Anstachelung zum Rassenhass
  • Verharmlosung von Handlungen, die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangen wurden
  • Kriegsverherrlichung
  • Pornographische Darstellungen, die Gewalttätigkeiten oder den sexuellen Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen oder sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren zum Gegenstand haben; dies gilt auch bei virtueller Gewalt
  • Darstellung von Kindern und Jugendlichen in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung (gilt auch für virtuelle Darstellungen)
  • Verletzung der Menschenwürde, insbesondere durch die Darstellung von Menschen, die sterben oder schweren körperlichen oder seelischen Schmerzen ausgesetzt sind
  • Gewaltverherrlichung bzw. -verharmlosung
  • Anleitung zu rechtswidrigen Taten wie z.B. Mord, Totschlag, Völkermord und andere (vgl. §126 StGB)

 

Es gibt aber auch Inhalte, die gesetzlich zwar nicht verboten sind, dir aber trotzdem schaden können. In diesem Fall müssen die Anbieter sicher gehen, dass die Inhalte  für dich nicht erreichbar sind. Hierfür gibt es z.B. Altersverifikationssysteme (AVS), die erst dein Alter prüfen, bevor du auf der Seite surfen kannst.

Kontrolle im Internet

Max fragt: "Gibt es auch im Internet eine Kontrolle?"

Die Organisation Jugendschutz.net ist dafür zuständig, im Internet nach jugendgefährdenden Inhalten zu suchen. Sie arbeitet eng mit der KJM zusammen. 

Wenn dir die Inhalte oder Darstellungen auf einer Webseite merkwürdig vorkommen, dann sag am besten sofort deinen Eltern oder Lehrern Bescheid. Auf den Seiten von Jugendschutz.net findest du eine Beschwerdestelle. Hier können du oder deine Eltern Seiten im Internet melden, die eventuell jugendgefährdend sein könnten.

Hier gelangst du zum Beschwerdeformular von Jugendschutz.net 

 

Und was passiert mit meiner Beschwerde?
Jugendschutz.net prüft, ob ein Verstoß gegen den Jugendmedienschutzvertrag vorliegt. Im Falle eines Verstoßes wird der Anbieter aufgefordert, die Inhalte zu entfernen. Die meisten Anbieter kommen dieser Aufforderung nach. Tun sie dies nicht, meldet Jugendschutz.net den Vorfall der KJM. Diese kann z. B. Bußgelder verhängen oder Sperrverfügungen veranlassen. Im Falle von schweren Verstößen (z. B. Kinderpornografie) werden sofort die zuständigen Strafverfolgungsbehörden informiert.