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01.09.2017

YouTube demonitarisiert unzählige Videos

... alles für die Werbefreundlichkeit!

Seit einiger Zeit ist auf der Webvideoplattform YouTube ein wachsendes Phänomen zu beobachten: Immer häufiger wird YouTubern die Möglichkeit entzogen, in ihren Videos Werbung zu schalten. Mittlerweile sind viele der Broadcaster wütend und enttäuscht, denn sie fühlen sich zum Teil ungerecht behandelt.

Auf der beliebten Plattform YouTube ist es jedem möglich, eigene Videos hochzuladen, sofern man sich an die Richtlinien hält. Wird man Teil des YouTube-Partnerprogramms, hat man die Möglichkeit, mit seinen Videos durch Schalten von Werbung Geld zu verdienen - dieser Vorgang nennt sich Monetarisierung.

Seit kurzem hat YouTube aber scheinbar ein größeres Problem damit, die Werbungsschaltung in den Videos zu genehmigen. Immer häufiger wird bekannt, dass das Schalten von Werbung für gewisse Videos von YouTube untersagt wurde, weil das Video aufgrund seines Inhalts oder Titels als werbeunfreundlich eingestuft wurde - größtenteils sind davon auch völlig "harmlose" Videos wie beispielsweise Let's Plays eines Point&Click Adventures betroffen, die keinerlei bedenkliche Inhalte aufweisen. Trotzdem stuft der Algorithmus sie aber als nicht geeignet für Werbung ein. Auch viele alte Videos sind davon betroffen und wurden zum Teil gelöscht.

Mittlerweile geht YouTube sogar so weit, Videos von Nutzern nicht nur zu demonitarisieren, sondern auch zu sperren. Ein aktuelles Beispiel ist der bekannte YouTuber "LeFloid", der mit seinem Videoformat "LeNews" aktuelle Nachrichten in der Welt aufgreift. YouTube sperrte eines seiner Videos, nachdem es zunächst demonitarisiert wurde. Weil LeFloid mit der Behandlung politischer Themen "sensible Themen" anspreche, verstieß es gegen die YouTube Richtlinien und wurde von YouTube gesperrt.

Viele YouTuber verstehen diese Welle der Demonitarisierung zur Zeit nicht, weil die Gründe nicht immer zutreffend sind. Es wurden sogar schon größere Let's Play-Kanäle gesperrt, weil diese laut YouTube gegen die Richtlinien verstoßen. Es bleibt abzuwarten, ob sich Gaming-YouTuber in nächster Zeit stärker der Streamingplattform Twitch.tv zuwenden werden oder ob YouTube seine Vorgehensweise nocheinmal anpasst.