Was ist das Recht auf digitales Vergessen (werden)?

 

Bei diesem Recht geht es darum, dass Daten über eine Person im Internet auf Anfrage gelöscht werden können, wenn es für die Verwendung dieser Daten keine klare Begründung gibt. Dabei können nur die veralteten, nicht mehr aktuellen Daten gelöscht werden.

Das Recht auf Vergessen dient dem Datenschutz und basiert auf dem Grundrecht auf das informationelle Selbstbestimmung. Danach hat jeder das Recht, selbst bestimmen zu können, was andere Menschen über einen wissen dürfen.

Die Anfänge des Rechts auf Vergessen sind bei dem sogenannten Fall "Google-Spain" aus dem Jahr 2014 zu finden. Bei diesem Gerichtsverfahren ging es um einen Zeitungsartikel über einen spanischen Bürger, der im Internet bei der Suche nach dem Namen diesen Mannes angezeigt wurde, obwohl die dort enthaltenen Fakten nicht mehr aktuell waren. Der Betroffene wollte aber nicht, dass diese persönliche Daten weiterhin online bleiben und hat Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Und hat gewonnen!